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Eine wirksame Therapie der Alzheimer-Krankheit?
Gleich mehrere im Frühjahr und Sommer des Jahres 2004 veröffentlichte Studien haben übereinstimmend große Zweifel am Nutzen der gegenwärtig meist
eingesetzten Alzheimer-Medikamente mit dem Wirkstoff Donepezil - und sogleich entbrennt eine Debatte um deren Wirksamkeit.
Während der Autor der Studie der Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf lt. SPIEGEL 33/2004 “seiner Oma die Medikamente nicht geben” würde, äußern führende Demenzforscher, u. a. im Deutschlandfunk, das Gegenteil. Das erinnert teilweise aber doch fatal an den peinlichen Versuch eines englischen Landwirtschaftsministers, jegliche von britischem
Beef ausgehende BSE-Gefahr dadurch zu negieren, indem er seinen sich sträubenden kleinen Sohn (erfolglos) zum Verzehr eines Fleischklopses nötigte. Dieser Vergleich mag vielen Forschern, die sich
ernsthaft nach besten Kräften um eine Lösung des Problems bemühen, ungerecht erscheinen, andere “schießen” jetzt mit allen Mitteln gegen eine “unverantwortliche Verunsicherung der Patienten”, dennoch gilt:
Auch in der Medizin geht es, zumindest in Teilbereichen, ebenfalls um nicht zu unterschätzende wirtschaftliche Interessen verschiedener beteiligter Gruppen der “Gesundheitsindustrie”, die sich später oft in steigenden Krankenkassenbeiträgen widerspiegeln - von den unaufhörlich weiter anwachsenden Pflegekosten (und dem Streit um die Pflegeversicherung) einmal ganz zu schweigen.
Dabei sollte es primär eigentlich nicht um die Kosten, sondern vielmehr um den - direkt oder (als Angehöriger) indirekt - von der Krankheit
betroffenen individuellen Menschen gehen! Da kann es dann manchmal schon Wunder wirken, die Ärzte zu fragen, wie es etwa die an (Hodgkin-)Krebs erkrankte Buchautorin Anja Forbriger getan hat: “Was würden Sie denn tun, wenn es Ihr Körper wäre und Ihre Milz*?” *) “Milz” ist ggf. durch “Kopf” zu ersetzen.
So hat die genannte Autorin ihre Milz gerettet; - und ebenso können die an Morbus Alzheimer erkrankten ihren Kopf retten. Denn eines ist klar: Die besagten Demenzexperten würden anders handeln, wenn es um ihren eigenen Kopf ginge. Ganz sicher würden sie nicht erst den Ausgang “vielversprechender Studien mit Rheumamitteln” abwarten, sondern gleich z. B. das rezeptfreie Rheuma- und Schmerzmittel Ibuprofen einnehmen, welches erst einmal, indem es die Plaques abbaut, die akuten Symptome lindert und (vorübergehend) z. T. auch beseitigt. Wenn zumindest diese auch in der Süddeutschen Zeitung vom 17. 6. 03 veröffentlichte Erkenntnis stimmt, dann ist in der Tat die oben angeprangerte Verunsicherung der Betroffenen nunmehr nicht nur erlaubt, sondern vielmehr sogar geboten!
Ein Problem besteht allerdings nun darin, daß von den Ärzten immer das Handeln nach den strengen Regeln der Wissenschaftlichkeit erwartet wird und Ibuprofen noch nicht als Alzheimer-Medikament
zugelassen ist; das lt. Lancet-Studie weitgehend untaugliche Donepezil aber sehr wohl. In diesem Fall sind jedoch Zweifel daran angebracht, ob diese “wissenschaftliche” Vorgehensweise wirklich immer die richtige ist. Zum Vergleich: Ob das Universum einst mit einem Urknall begann - oder nicht(!) - und ob die Mehrheit der staatlich alimentierten Wissenschaftler heute daran glaubt (oder nicht), ist offenbar ohne direkten Belang für das Leben des Einzelnen.
Nicht gleichgültig für diesen ist jedoch die herrschende Lehrmeinung zu medizinischen Fragen, so fragwürdig diese auch immer zu Stande gekommen sein mag - z. B. die “statistisch gesicherte Erkenntnis, daß Rauchen gesund ist” -, zumal umgekehrt “unwissenschaftliche Einzeltests”, wie im Dokumentarfilm “Super Size Me” geschildert, manchmal sogar zu ebenso aussagekräftigen Ergebnissen gelangen - etwa über Fastfood.
Ungleich schwieriger scheint es allerdings, zu gültigen Aussagen über die eigentlichen Ursachen der Alzheimer-Krankheit zu kommen, zumal diese oftmals unter einem Berg von Halb- und Unwahrheiten verborgen liegen. So ist etwa immer wieder zu hören und zu lesen, wie letztens im Fachblatt “Neurology”, ein anspruchsvoller Beruf würde das Alzheimer-Risiko senken. Die gleichzeitig mitgelieferte alternative Deutung, frühe Vorstufen von Alzheimer minderten schon in jungen Jahren Karrierechancen, ist am Ende allerdings wohl die zutreffende(re)!
Zwei hinter den in Fachkreisen lautstark und vordergründig vorgebrachten Thesen, wie z. B. der geforderten Verstärkung der Stammzellforschung,
viel dezenter annoncierten neuen Erkenntnisse gerieten dabei leider - offenbar zu Unrecht - etwas in den Hintergrund: 1. Ein Riechtest, welcher auf einem veränderten Zelleiweiß und dem daraus resultierenden Verlust des Geruchssinns der betroffenen Personen beruht, könnte bei der wichtigen Früherkennung von Alzheimer helfen und 2. Das Auffinden von Chlamydien in den Gehirnen von Testmäusen mit darauf folgenden Ablagerungen und Ausfallserscheinungen führten zum begründeten Verdacht: Möglicherweise sind Bakterien Mitverursacher der Alzheimer-Erkrankung?!
Beide Thesen konnten nun zumindest im Einzelfall grundsätzlich bestätigt werden. Ausgangspunkt in diesem Fall waren folgendende Symptome: Bereits seit langer Zeit (nicht aber in der Jugend) schlechtes Gedächtnis mit zuletzt sehr auffälliger Verschlechterung des Kurzzeitgedächnisses. Blutdruck normal, Blutfette erhöht und medikamentös stabilisiert, Magen und Darm bei Untersuchung unauffällig, körperliche Untersuchung sonst ohne krankhaften Befund - das gilt auch für zuletzt verstärkt aufgetretenes Knacken im Genick. Seit ca. 1 Jahr teilweiser Verlust des Geruchssinns (bei Aromatee), seit einigen Monaten dito bei Vanillearoma. Seit kurzem vermehrt krampfartige Anfälle in den Zehen auf Grund von Kaliummangel, außerdem Verdacht auf Karpal-Tunnelsyndrom.
Der erste Schritt zur Besserung
Obwohl bereits eine Überweisung zu einer psychischen Untersuchung mit einem Hirnleistungstest - voraussichtliches Ergebnis: Leichtes kognitives Defizit - vorlag, wurde in Kenntnis der oben erwähnten Problematik statt dessen gleich mit der Einnahme von Ibuprofen - zunächst
für die bei Schmerzen angegebene Maximaldauer von vier Tagen - begonnen, wobei zunächst keine auffällige medikamentöse Wirkung festgestellt wurde. Bei einer kritischen Überprüfung des Riechvermögens mit standardisierten Aromaproben, konnte nunmehr ein dauerhafter Verlust des Geruchssinns allerdings nicht mehr bestätigt bzw. reproduziert werden.
Nach Stimmungseintrübung ca. zwei Wochen später - das Riechvermögen ging ebenfalls wieder verloren - erneute Einnahme von Ibuprofen und wegen Zehenkrämpfen auch Kaliumchlorid (KCl) - mit problematischer Interaktivität zwischen beiden Medikamenten. Darum Ausweichen auf niedrig dosierte (magenunlösliche) “Magium”-Kapseln.
Auffälligerweise verschwanden die Zehenkrämpfe nun nach der Einnahme von Ibuprofen (1/2 Tablette á 400 mg) und die Stimmung besserte sich ziemlich abrupt, so daß zunächst eine Schmerzmittelsucht vermutet wurde, die jedoch bei Ibuprofen nicht beobachtet wird. Die Blutwerte für Leber und Niere waren weiterhin normal.
Offenbar also war das genannte Rheuma- und Schmerzmittel tatsächlich in der Lage, die verhängnisvollen Plaques im Gehirn aufzulösen (?!) und zu beseitigen, was sich in diesem speziellen Fall einfach und direkt durch die Überwachung des Riechvermögens kontrollieren ließ. Nach weiteren zwei Wochen - mit täglicher Einnahme von 1/2 Tablette Ibuprofen - wurde noch ein weiterer auffälliger Nebeneffekt beobachtet: Die zuletzt äußerst rissige und schrundige Hornhaut an den Füße unter dem Fersenbein (sprich: Hacke), die sich zuvor mit keinem Werkzeug mehr glätten ließ und zur Zerstörung sämtlicher Strümpfe in Rekordzeit führte, ließ sich nun einfach mit einem Hartschwamm entfernen, wobei wieder eine glatte Hornhaut entstand.
Tatsächlich war das weitgehende Verschwinden der negativen Symptome (der grundsätzlich aber weiter fortbestehenden Erkrankung) jedoch an die
ständige und auf Dauer wohl nicht unproblematische (!) Einnahme eines Schmerzmittels gebunden, so daß nun eine nachhaltigere Problemlösung angestrebt wurde. Einen Hinweis auf eine der Alzheimer-Krankheit möglicherweise
zu Grunde liegende (Chlamydien-)Infektion gibt es - s. o. - ja schon! - Wenn man allerdings noch die sonstigen frei zugänglichen Fachberichte, etwa zur (besonders in der Schweiz und in Israel) bereits mit einigem Erfolg durchgeführten Alzheimer-Impfung, zu den biologischen Ursachen auf molekularer Ebene oder über immunologisch schützende Substanzen, in die Recherche mit einbezieht, dann wird
das so erhaltene Bild der Mechanismen hinter der Erkrankung am Ende doch schon ziemlich unübersichtlich und verwirrend. - Es empfiehlt sich daher, sich zuerst für einen möglichen Weg zu entscheiden!
Der entscheidende zweite Schritt, die Bekämpfung der Infektion
Die Entscheidung fällt aus Gründen der Plausibilität zu Gunsten der Infektionsbekämpfung, die zunächst mit dem Antibiotikum Cotrim Forte begonnen
wird. Tatsächlich zeigt sich gleich zu Beginn ein Erfolg, das Riechvermögen und das Befinden verbessert sich beträchtlich, nach der immer noch zusammen mit Ibuprofen durchgeführten Einnahme von Cotrim
Forte. Die genannte Wirkung tritt immer mit einer gewissen Verzögerung oder Phasenverschiebung von mehreren Stunden ein, läßt allerdings nach einigen Tagen schon wieder deutlich nach.
Immerhin, die Grundannahme scheint richtig, möglicherweise liegt das Problem darin, daß das Antibiotikum die Blut-Hirnschranke u. U. nur unzureichend überwindet. Das gelingt dem lipophileren Minocyclin deutlich besser, so daß nun ein Umstieg auf dieses “fettliebende” Antibiotikum durchgeführt wird, - mit beachtlichem Erfolg schon in der (zu) niedrigen Standarddosierung als eigentliches Akne-Medikament.
Aus diesem Grund wurde die tägliche Dosis von 2x 50 mg nach zwei Tagen auf 1x 300 mg** erhöht, was in etwa der wirksamen Dosierung von Doxycyclin oder Tetracyclin gegen (die von Zecken übertragenen) Borrelien entspricht. Überhaupt schien nach der hier vorliegenden Vorgeschichte mit schon mindestens zehn Zeckenbissen die Borrelien-Variante viel plausibler, statt der (später neben Bartonellen - als Co-Infektion - am Ende aufwendig doch noch gefundenen) Chlamydien (pneumoniae). Das kann in anderen Fällen natürlich auch anders sein, zumal ja beide Krankheitskeime ebenso die Blut-Hirnschranke überwinden. **) Standardbehandlung: 2x100 mg!
Tatsächlich gehören zur spezifischen Vorgeschichte in diesem Fall die genau hierzu passenden Symptome bereits im Alter von 15...17 Jahren, wie
wandernde Muskel- und Gelenkschmerzen, schlagartig einsetzende extreme Müdigkeit, wiederholt auftretende Schwindelanfälle, eine vorher nicht gekannte Gedächtnisschwäche (so wurde bei der neunmaligen
Wiederholung des Grundstudienfaches Höhere Mathematik 1 bzw. 2 das Ergebnis bei den Klausuren, trotz der Teilnahme an allen Vorlesungen und Übungen, stetig immer schlechter). Hinzu kam später aber noch
ein durch Amalgamvergiftung (Zahnärztin füllte Palladiumkrone ohne Unterfüllung mit Amalgam) lange Zeit stark geschwächtes Immunsystem mit den bekannten, oft bestrittenen, letztlich aber Amalgam-sanierbaren (!) negativen Folgen. *)
Vor drei Jahren erbrachte dann ein über den Hausarzt durchgeführter Borreliose-Test dennoch ein negatives Ergebnis - was aber allein daran lag,
daß es schlicht der falsche (ELISA-)Test war. Der zum Nachweis einer chronischen Lyme-Borreliose allein geeignete Western-Blot-Test brachte nunmehr doch das schon vorher erwartete positive Resultat bezüglich Borrelia burgdorferi - und brachte somit endlich auch die medizinisch hieb-
und stichfeste Berechtigung für den weiteren Antibiotikaeinsatz, der nun mit Tetracyclin, 3x 500 mg/Tag fortgesetzt wurde, aber aller Erfahrung nach in veränderter Form bis zum endgültigen Erfolg - eventuell intermittierend - ggf. anderthalb Jahre lang konsequent fortgesetzt werden muß. Übrigens: Das Knacken im Genick ist ähnlich dem sogenannten Allergikergruß, dem Augenreiben, ein typisches Erkennungszeichen der Borreliosekranken!
Wenn man nun noch einmal kritisch betrachtet, was eigentlich schon über die Lyme-Borreliose - eine chaotische Krankheit - bekannt ist, dann ist es nach alledem (wenn man zwei und zwei zusammenzählen kann) nicht mehr schwer, das noch letzte fehlende Stück der Verbindung von der Borreliose zur Alzheimer-Krankheit herzustellen. Das Problem liegt nur - wie überall in der Wissenschaft - auch in der Medizin darin, daß die in Sonntagsreden stets geforderte Interdisziplinarität in der Praxis leider nur ein hohles Schlagwort ist - zumal für einen Erfolg nach der klassischen Mengenlehre sich die Schnittmengen der verschiedenen Einzeldisziplinen nun in
einer einzigen Person vereinigen bzw. überschneiden müssen. Und gerade das ist in der Medizin, wo alle Fachrichtungen stets die jeweils nur bei ihnen selbst gegebene Sachkompetenz betonen und ggf. auch zu verteidigen wissen, praktisch unmöglich. Anders gesagt, jeder Facharzt hat sich nur um seinen eigenen Bereich zu kümmern und den Patienten im Zweifelsfall zu überweisen. (Folgerichtig wiesen nicht Mediziner, sondern erst Laien aus dem Ort Lyme in den USA den Weg zur Entdeckung der Lyme-Borreliose.)
Leider eben hält sich die Borreliose nicht an die so schön ausgedachten Abgrenzungen und pfuscht in die verschiedensten Fachrichtungen hinein. Bekannt sind hier demnach also bereits die dann auch bei Alzheimer (nicht immer) zu beobachtenden Riechstörungen, ebenso Fehlfunktionen des Nervensystems, multisymptomale Störungen bis zum hirnorganischen Psychososyndrom, wobei manchmal sogar ein Karpal-Tunnelsyndrom oder Schlaganfall
vorgetäuscht wird. Nach alledem kann man nun nicht erwarten, daß bei einer Behandlung im chronischen Spätstadium der Erkrankung alle Symptome sofort beseitigt werden. Da zu diesem Zeitpunkt schon viele Nervenzellen zerstört sind, kann sich das Gedächtnis nicht sofort von selber regenerieren; - aber indem allmählich neue Nervenzellen gebildet werden, wird es allmählich wieder besser. Und vor allem: Das Langzeitgedächtnis, das ja Erinnerung und Persönlichkeit ausmacht, bleibt erhalten.
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